Phytohormone versus Hormone in Tieren

Hormone sind in aller Munde...

Phytohormone statt Hormone im Fleisch
Phytohormone

Hormone sind in aller Munde, doch was ist das überhaupt?

Hormon ist griechisch und heißt „antreibend“. Es sind chemische Botenstoffe, die von einer Drüse (Sender) zu einer Zelle mit Rezeptor (Empfänger) gesendet werden. Sie übermitteln Signale zwischen diesen beiden, um körpereigene Prozesse zu regulieren.

Hormone kommen nicht nur bei uns Menschen vor.

Auch viele andere Lebewesen benutzen diese „Technik“.

 

So ist es nicht verwunderlich, dass sowohl in Pflanzen als auch in den Tieren, die wir essen Hormone enthalten sind.

 

Interessant ist, dass die aufgenommenen Hormone nun auch in uns weiter wirken. Das hat wie immer Vor– und Nachteile. Ich kann daher bewusst bestimmte Lebensmittel essen, um den gewünschten Effekt zu erreichen, ich sollte aber auch Nahrungsmittel meiden, die negativ in den Hormonstoffwechsel eingreifen.

 

Wissen Sie welche Nahrungsmittel in welche Kategorie fallen?

 

Im Rahmen meiner Ernährungsberatung mache ich meine Klientinnen auf diesen Umstand aufmerksam und nun möchte ich es schwarz auf weiß zu Papier bringen, damit auch Sie die Möglichkeit haben, sich schnell mit dieser Thematik vertraut zu machen und entsprechend zu handeln. Los geht’s...

 

Wussten Sie, dass Sie mit dem Verzehr von Kuhmilch bereits eine Gesamtmenge von 60% Östrogen und 80% Progesteron aufnehmen? Bei einem „üblichen“ Verzehr von 200g – 250g (einschließlich aller Milchprodukte) ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung nicht mit einem relevanten Gesundheitsrisiko zu rechnen.

[Quelle: http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-hormonen-in-fleisch.pdf]

 

Wieviel Milch, Joghurt, Quark und Käse konsumieren Sie täglich?

 

Wenn Sie Fleisch essen, dann wissen Sie sehr wahrscheinlich nicht, ob es von einem trächtigen, kastrierten oder unkastrierten Tier stammt, doch jedes Mal sind andere Hormone im Spiel, die in Ihnen weiter wirken. In der EU ist für die Tierzüchter ein zeitlicher Abstand zwischen Hormongabe und Schlachtung einzuhalten, damit die entsprechenden Stoffe die Gesundheit des Verbrauchers möglichst nicht gefährden. Doch was ist mit dem Fleisch aus Drittländern. Hier gibt es diese Regelung nicht zwingend. Die EFSA kann die Gefahr dieser Stoffe nicht beurteilen, da bisher nicht genügend toxikologische Daten vorhanden sind [Quelle: s.o.]. Soweit zu den offiziellen Fakten der Risikobewerter ...

 

In Pflanzen gibt es die sogenannten Phytohormone – also Pflanzenhormone. Es handelt sich bei ihnen um natürliche Hormone. Wir unterscheiden Pflanzen, die Progesteron enthalten, solche die Östrogen enthalten und solche, die die Ausschüttung der körpereigenen Hormone fördern. Sie können diese Pflanzen bewusst – therapeutisch einsetzen, aber es gibt auch Pflanzen, die sie ggf. täglich auf dem Speiseplan haben – vielleicht ohne deren Wirkung zu kennen.

In der Therapie von Wechseljahresbeschwerden werden die Phytohormone gern eingesetzt.

Manchmal hilft es hier progesteronhaltige Pflanzen einzunehmen, da diese indirekt auch den Östrogenspiegel im Körper beeinflussen. Neben den Heilkräutern gibt es Pflanzen, die wir einfach so verzehren und die eine der beschriebenen Wirkungen hat. Die Karotte und der Spargel z.B. enthalten Progesteron, das uns Frauen meist vor der Wechseljahren zu Gute kommt.

 

Einen Progesteronmangel erkennen Sie u.a. an:

  • der Gewichtszunahme vor der Regelblutung,
  • den spannenden Brüsten,
  • dickem Bauch,
  • Reizbarkeit,
  • Müdigkeit
  • und manchmal auch Aggressivität.

Gern kommen dann der Mönchspfeffer, Frauenmantel und die Yamswurzel zum Einsatz.

 

Später, in den Wechseljahren (Klimakterium) kann es zu Symptomen, wie:

  • Hitzewallungen,
  • trockenen Schleimhäuten,
  • Schlafstörungen,
  • Weinerlichkeit
  • und depressiven Verstimmungen.

Hier können Pflanzen mit Östrogenen auf der Einkaufsliste stehen.

Z.B. Soja, Leinsamen, Sesam, Kürbiskerne und Esskastanien. Aber auch Heilpflanzen wie z.B. Rotklee, Melisse, Löwenzahn und Basilikum können helfen.

 

Meine Aufzählungen sind keinesfalls vollständig... probieren Sie sich durch die Pflanzenwelt und beobachten Sie die Reaktionen Ihres Körpers. Unser Körper kann natürliche Hormone gut nutzen.

 

Synthetische Hormone, also künstlich hergestellte, steuern zwar den gleichen Rezeptor an, aber ihre Verweildauer im Körper ist mit unter länger und damit ergibt sich ein unterschiedliches Aktivitätsspektrum, denn auch die Stoffwechselprodukte der synthetischen Hormone weisen eine andere Wirkstärke auf.

 

Es liegt in Ihren Händen welche Lebensmittel demnächst auf Ihrer Einkaufsliste stehen!

 

Sie können allerdings noch einiges mehr für Ihr hormonelles Gleichgewicht tun … davon mehr im nächsten Blogartikel.

 

Ich wünsche Ihnen eine schöne „Probierzeit“ und alles Gute.

Wenn Sie Hilfe benötigen, können Sie sich gern an mich wenden.

 

Ihre Fabia Fendt

Fabia Fendt
Fabia Fendt

EnergieHeilRaum von Heilpraktikerin Fabia Fendt

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Tel: 030. 9829 4186

www.fabia-fendt.de

hp[@]fabia-fendt.de

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Kommentare: 5
  • #1

    Anke Kleemann (Samstag, 17 Juni 2017 12:55)

    Was sind die 100%, auf die sich die Angaben beziehen?
    Das ist mir unverständlich

  • #2

    Fabia Fendt (Sonntag, 18 Juni 2017 08:56)

    Liebe Frau Kleemann,
    die 100% beziehen sich auf die Gesamtmenge der aufgenommen Hormone.

  • #3

    Anke Kleemann (Montag, 19 Juni 2017 08:21)

    Das kann auch nicht sein.
    Wenn 100% Gesamtmenge aller Hormone ist, können es nicht 60%+80%=140% sein.

  • #4

    Fabia Fendt (Montag, 19 Juni 2017 19:23)

    60 % der insgesamt aufgenommenen Östrogene stammen aus Kuhmilch sowie 80% des insgesamt aufgenommen Progesterons.

  • #5

    Nancy (Samstag, 25 November 2017 00:24)

    Hallo,

    ich bin immer ganz verwirrt, wenn sich die Menschen vegetarisch oder vegan ernähren, weil sie ja hormonelle Belastungen in den Lebensmitteln befürchten, dann aber mit Hormonen verhüten.

    LG